29. Oktober 2013

5 Tage Nicaragua!



Hola ihr Lieben,

Nachdem ich letzte Woche Donnerstag die 100-Tage-Grenze überschritten habe, ging es Freitag auf nach Nicaragua, denn da ich nur ein Touristenvisum habe, musste ich nach 3 Monaten für mindestens 72 Stunden ausreisen, um es dann bei der Einreise nach Costa Rica wieder für 3 Monate zu "aktivieren".
Also stand ich Freitag um 4:00 Uhr morgens auf, während meine ganze Family noch schlief, und fuhr um 5:00 Uhr mit dem Taxi nach Heredia, wo ich noch 4 andere Deutsche traf, mit denen ich dann auf den Reisebus wartete, der nach und nach alle aus unsere Austauschgruppe in ihren Städten abholte.
Dann begann die etwa 11 stündige Fahrt, und an der Grenze zu Nicaragua merkte man mal, wie einfach doch das Reisen in Europa ist, wo man nicht durch Passkontrollen muss..

Wir kamen nachmittags um etwa 4p.m. an, und nach dem Essen in einem Restaurant direkt am Strand, brachten wir unsere Sachen zum Hotel, zogen uns um und gingen direkt ins Meer, wo wir 2 Stunden später einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer sahen.


sogar das Kaff San Juan del Sur hat seine Christus-Statue

der Strand von San Juan del Sur mit seinen vielen Strandrestaurants


ein Hinterhofmarkt, in dem alles,  Gemüse, Obst, Fleisch und auch Souvenirs verkauft werden

Den gesamten Abend und bis Samstag Nachmittag um 4 hatten wir Freizeit, in der wir auch alleine Essen gehen konnten und durch die Stadt schlenderten, Eis aßen und ins Meer gingen. 
Samstag um 16 Uhr fuhren wir dann mit unserem Reisebus zu der Christus-Statue, um von dort den Sonnenuntergang zu sehen. Leider war er an diesem Tag nicht soo schön wie am Vorabend, hielt aber trotzdem für tausende von Fotos her ;)



Unsere Bucht mit Regenbogen im Hintergrund



viel mehr sahen wir auch nicht vom Sonnenunntergang


Das ist das, was ich auch an Costa Rica liebe: Mich faszinieren die unglaublich großen und abstrakten Wolken


Und als wir das sahen, fingen wir an zu rennen..


Sonntag Morgen um halb 9 fuhren wir dann weiter Richtung Inland, genauer nach Granada, eine sehr schöne Stadt direkt am See von Nicaragua. Nachdem wir unsere Sachen auf die Zimmer gebracht hatten, machten wir eine Kutschfahrt durch Granada, und wir hatten uns natürlich die schönste der Kutschen ausgesucht, eine komplett weiße mit rosa Dach :D 
Anschließend trennte sich die Gruppe, denn bis zum Nachmittag hatten wir wieder frei, und unser Grüppchen ging Souvenirs kaufen, Kaffee trinken und noch in den Pool des Hotels. 




Des öfteren sahen wir noch solche Kutschen, die meist Bauern in  Nicaragua als Verkehrsmittel benutzen



Die anderen Kutschen sind doch lange nicht so schön wie unsere oder?

Hier trafen sich vor vielen Jahrzehnten die Reichen der Stadt..




wir als typische Touris auf dem Souvenirmarkt ;)



Touri Bild am Aussichtspunkt

Der Pool unseres Hotels in Granada

Am Nachmittag unternahmen wir noch eine Bootsfahrt über den Lago de Nicaragua, bei der wir an vielen kleinen Inseln vorbei fuhren, die fast alle privat sind und auf denen schöne Häuser stehen, an deren Steege große Segelboote festgemacht sind und in die Pools eingelassen wurden. Die Mehrzahl der Eigentümer sind US-Amerikaner, Europäer und z.B. der Präsident von Nicaragua. 
Auf einer kleinen Insel steht kein Haus, sondern dort leben 4 Affen, die natürlich Highlight der Fahrt waren.
Der Nachmittag war wieder frei, also gingen wir in ein Restaurant, setzten uns nach draußen und bestellten leckere Sandwiches. 
Bootstour
eine der vielen privaten Inseln

...


hö?



Nicaragua ist sehr viel ärmer als Costa Rica, und das merkten wir dann auch, als wir so am Tisch saßen und auf das Essen warteten, denn da kamen alle 5 Minuten entweder Kinder, die einfach so um Geld bettelten oder uns Kaugummis verkaufen wollten, Männer, die Sonnenbrillen, und Frauen, die Pfeifen in Vogelform verkaufen wollten, vorbei. Das Restaurant hat sogar extra einen Mann arrangiert, der dafür sorgen soll, dass die Gäste nicht belästigt werden, was echt hart klingt, es aber für uns tatsächlich angenehmer machte, weil wir überhaupt nicht wussten, wie wir den Kindern sagen sollten, dass sie gehen sollen.
Nach dem Essen gingen wir direkt wieder in den Pool, wo gerade nebenan in einem Pavillon eine Gruppe einen Geburtstag feierte, und danach dem "Cumplean~os feliz" klatschen wir alle mit, und bekamen, weil die das so süß fanden, ein Stück Geburtstagstorte in den Pool gebracht :D Ich kann nur sagen, dass das am Ende eine kleine Sauerei gab...
Als es dann aber anfing zu regnen und zu gewittern, gingen wir doch lieber aus dem Pool und gammelten etwas auf dem Zimmer, bis wir uns abends auf die Suche nach einem hübschen Straßenrestaurant machten. Wir fanden auch eins, allerdings war die Karaoke-Musik vom Restaurant 30 Meter weiter so lautund so schlecht, dass wir uns doch dazu entschieden, uns reinzusetzen, und fanden überraschenderweise einen total schönen, ruhigen Hinterhof mit Springbrunnen vor. 

Sonntag morgen fuhren wir etwa 1 Stunde nach Masaya, wo es 2 riesige Souvenirmärkte gibt. Da wir aber nur 2 Stunden Zeit zum stöbern hatten, entschließen wir uns direkt zu dem schöneren und dafür vielleicht etwas teureren Markt zu fahren -natürlich per Kutsche statt mit einem  normalen Taxi! 
Die vielen Souvenirläden hatten eigentlich fast alle das gleiche: Ledertäschen mit und ohne bunte Stoffe, atztekisch angehauchte Vasen, Schmuck, Schnapsgläser mit Bildern von Nicaragua, Stoffrucksäcke etc, alles sehr indianisch geprägt.
Anschließend fuhren wir zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man fast den ganzen See von Nicaragua überblicken konnte und auch Granada von weitem sah.
Der Lago de Nicaragua

Granada vom Aussichtspunkt aus gesehen

Natürlich durften auch dort die Souvenirstände nicht fehlen..

Am Abend, nach einem freien Nachmittag, den wir wieder im Pool verbracht hatten,
gingen wir noch ein paar Essensachen für die Fahrt am Dienstag einkaufen, und fanden einen kleinen Laden, in dem ich 6 Milchbrötchen, eine Cola und ein Wasser für umgerechnet 1€ bekam, was also spottbillig war.

Dienstag morgen mussten wir dann wieder um 5:00 Uhr aufstehen, um 6:00 gab's Frühstück und um 7 war Abfahrt. Die Fahrt bis zur Grenze dauerte etwa 3 Stunden, und dort verbrachten wir dann echt viel Zeit, weil der Busfahrer zur Einreise nach Costa Rica alles mögliche erledigen musste, und wir alle wieder durch die Passkontrolle und die Koffer durch den Zoll mussten, und leider verlangte der Beamte dann bei mir und 2 anderen, die auch nur mit Touristenvisum eingereist sind, das Rückflugticket, um zu beweisen, dass wir nicht länger als 3 Monate im Land bleiben werde... und die hatten wir natürlich nicht dabei.
Also gab das erst mal Stress, und schließlich gingen wir mit unserer Betreuerin zu Fuß zu so einer Hütte,wo ein Büro drin war, in dem sie dann für $2 an einen Computer durfte und Gott sei Dank Die Flugtickets in irgendwelchen ihrer emails fand und ausdrucken konnte. Also ging es wieder zurück zur Passkontrolle, und dann kamen wir also auch ohne weitere Probleme über die Grenze.
Auf der Fahrt machte unsere Betreuerin dann Einzelgespräche mit jedem von uns, und fragte uns über Familie, Spanischkenntnisse, Freunde und Schule aus.   Erst da fiel mir mal richtig auf, dass meine Freunde-Situation nicht so ganz aussieht wie schon bei vielen anderen, die andauernd was mit denen unternehmen etc. Bei mir ist es eher so,dass ich zwar ein paar Freunde habe, mit denen ich irgendwie die Pausen verbringe, aber dass es halt, wahrscheinlich auch weil es eine Privatschule ist, und alle echt richtig viel für die Schule machen müssen, nicht so ist, dass wir andauernd was unternehmen, was ich eigentlich doch schade finde. Ich hoffe jetzt einfach, da es nur noch 4 Wochen bis zu den großen Ferien hier sind, dass die dann nach den letzten Examen, die schon in 2 Wochen anfangen (!), unternehmungslustiger sind. Jedenfalls kann ich sagen, ich habe ein riiiiiieeesen Glück mit meiner Gastfamilie, aber dass ich es halt echt schwer finde, festere Freundschaften unter den Ticos zu knüpfen. (was nicht heißen soll, dass meine Freunde, die ich schon habe, nicht total lieb wären :))

Und dank der Zeitumstellung auf Winterzeit, beträgt der Zeitunterschied jetzt nur noch 7 Stunden statt 8 :-)

Hasta pronto

Julia




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