26. November 2013

"Fiesta de la alegría" und Strandausflug

Hola ihr Lieben!

Donnerstag war der letzte Tag mit allen Schulleuten -und auch der Beste!
Meine Gastschwester und ich fuhren wie normalerweise um 6:30 mit dem Schulbus zur Schule, aber dieses Mal in Alltagsklamotten, was mich richtig freute! In der Schule versammelten sich alle, außer den "Quintos" (11.Klässler, die schon ihr Bachillerato gemacht haben) in der Sporthalle, und dann wurden nach und nach alle Klassen auf die 22 Bussen aufgeteilt.. das dauerte allein etwa 45 Minuten..
Die Busse brachten uns zu einem großen Gelände in Alajuela (ca 30 Minuten entfernt) mit Pool, Fußball-, Basketball- und Tennisplatz und vielen "Ranchos" (überdachte Ess-und Kochplätze), wo  jede Klasse eins zugewiesen bekam. Meine Klasse hatte kein Essen vom Caterer bestellt, sondern alles selbst mitgebracht, was echt praktisch war, weil wir so einfach immer zwischendurch was Essen konnten. Morgens gab es Sandwiches, mit Schinken, Käse, Salat und Tomate, Äpfel, Weintrauben, Erdbeeren und Chips mit Dip, und nachmittags Grillte dann unsere Klassenlehrerin Fleisch, was wir in Tortillas mit Bohnenpaste aßen- sehr lecker!
Dann zog ich mir schließlich noch einmal mein T-Shirt von der Schuluniform an, nahm meine Costa Rica-Flagge und 3 Eddings und zog mit einer Freundin über das Gelände, um mir Uniform und Flagge signieren zu lassen.



 Damit verbrachten wir fast den ganzen Nachmittag, und zwischendurch setzte ich mich noch zu anderen und quatschte, es war sehr warm, die Sonne schien den ganzen Tag, und um etwa 3 wurde noch ein Klassenfoto gemacht (an das ich noch irgendwie rankommen muss ;) ) und dann brachten die Busse uns wieder zur Schule. Dort verabschiedete ich mich noch von ein paar Leuten, die ich aber in den Ferien auf jeden Fall nochmal treffen möchte, weil wir einfach zu wenig (d.h. eigentlich fast gar nichts) zusammen gemacht haben. Auch eine andere Deutsche von meiner Schule, die ein Jahr bleibt aber gleichzeitig mit mir angekommen ist, meinte, dass das an unserer Schule echt ein Problem ist, weil alle, zumindest die in der 10.Stufe viel lernen müssen und kaum Zeit haben etwas zu unternehmen, außer dass sie sich mal mit Leuten zum Lernen treffen, was aber ja für uns Austauschshcüler irrelevant ist, weil wir den ganzen Kram kaum verstehen.
Als wir dann im Bus saßen, musste ich aber doch meine Tränen unterdrücken, weil ich mich so glücklich fühlte, heute alle mal so entspannt und in Alltagskleidung gesehen zu haben, dass es so viele Leute gibt, die mir etwas zum Abschied auf die Uniform geschrieben haben, und dass ich so eine wunderbare Zeit in Costa Rica hatte, die sich jetzt doch dem Ende neigt, da ich nur noch etwa 3 Wochen habe, bis meine Mutter aus Deutschland kommt und dann eigentlich nur noch Urlaub, aber keineswegs mehr Alltagsleben stattfindet.


Außerdem wollte ich ja von meinem Ausflug an den Strand erzählen:
Freitag morgen traf ich also Nati, die Brasilianerin in San José und zusammen liefen wir zum Busbahnhof, von um 11:30 der Bus nach Tamarindo abfuhr. Um 13:30 Uhr kamen wir dann in Esparza an,wo Paula dazu stieg und wir gleichzeitig eine Pause machten.  Als Paula dann aber mit ihrer Sitzplatzkarte einsteigen wollte, war der Platz aber natürlich besetzt. Dort saß eine Amerikanerin, die eigentlich den Platz einer anderen Deutschen hatte,und die wiederum hatte eigentlich den Platz einer älteren Frau, die gar keine Sitzplatzkarte hatte, es aber partout nicht einsah aufzustehen, weil sie sich auf das Gesetz bezog, dass Älteren, Schwangeren und Behinderten einen kostenlosen Platz im Bus zuspricht. Dann ging also erstmal eine größere Diskussion mit dem Busfahrer und ein paar Männern, die sich einmischten, los, bis wir schließlich zur Polizei fuhren, die rein kam, aber wegen dieses Gesetztes auch nichts machen konnte, und wieder ging. Schließlich stand eine andere Frau auf, machte ihren Platz frei, sagte, die werde einfach einen anderen Bus nehmen und stieg aus.
Dann ging die Fahrt endlich weiter, bis wir um etwa 5 in einen ewig langen Stau kamen, sodass wir letztendlich erst um 19:30 Uhr in Tamarindo ankamen. Zuerst holten wir Lefke im total kalten Subway ab, und gönnten uns dabei erstmal jeder ein großes Sandwich, bevor wir uns dann auf die Suche nach einem Hostel machten. Nur durch Zufall, da wir zwei Engländer trafen, kamen wir auf das "Tamarindo Backpacker Hostel", was zwar doch etwas weiter vom Meer und der Hauptstraße entfernt ist, aber dafür nur von jungen Leuten geführt wird, und auch nur junge Backpacker oder ausgewanderte junge Leute aus Venezuela und Spanien beherbergt. Wir bekamen sogar noch ein 4er Zimmer, statt einem 8er, und zahlten trotzdem jeder nur $15 die Nacht.


Da unten schlief ich, auf der schlechtesten Matratze auf der ich je geschlafen hab..


Samstag gingen wir nachdem Frühstück direkt an den Strand von Tamarindo, der ähnlich wie Sámara ist, nur dass es mehr Felsen im Wasser gibt und viele Segel- und Motorboote dort ankern. Anschließend kauften wir im Supermarkt Pasta und Tomatensauce und kochten in der geteilten Küche vom Hostel. Nachmittags schlenderten wir durch die Souvenirläden von Tamarindo und setzten uns an den Strand, um den tollen Sonnenuntergang über dem Meer zu sehen.
Für die Nacht hatte uns einer der Guides vom Hostel vorgeschlagen, zur Playa Langosta zu fahren, um die Schildkröten beim Eier Legen zu beobachten, sodass wir um etwa 22 Uhr mit einer Gruppe von Leuten aus dem Hostel losfuhren, und dann 3 Stunden etwa 7 Kilometer am Strand hin und herliefen, und trotzdem kein Glück hatten und keine Schildkröten sahen..
Sonntag schliefe wir dann etwas länger, und hatten eigentlich vor, wieder entspannt an den Strand von Tamarindo zu gehen, doch die Leute vom Hostel luden uns ein, mit ihnen in einer Apartmentanlage, wo auch 2 von ihnen wohnen, zu kochen und dann zur Playa Langosta zu gehen.
Ich hatte mal wieder zu viel Angst vor den blöden Wellen und legte mich deshalb an den Strand, während die anderen noch weiter den Strand lang liefen und im Meer waren. Dann jedoch entdeckte ich, dass ein Animateur eines Hotels gerade ein Volleyballfeld zu dem Netz in den Sand zog und ging kurzerhand hin und spielte mit ihm- das erste Mal seit etwa 3 Monaten! Nach ein bisschen 1 gegen 1 spielen kamen dann auch die anderen dazu und bis zum Sonnenuntergang spielten wir noch weiter (denn dann mussten wir ja Fotos vom Sonnenuntergang machen..).






Montag war dann der beste Tag, da wir schon morgens um 9 mit dem Bus zur Playa Brasilito fuhren, von wo aus man dann zur Playa Conchal (Concha=Muschel) läuft, die wunderschön ist!
Playa Brasilito, gaaanz hinten rechts sieht man einen Streifen der Playa Conchal

Vorher waren wir noch in den Supermarkt gegangen, um für den ganzen Tag Picknick mitzunehmen, und dann setzten wir uns unter einen Baum, frühstückten mit Blick auf das türkis/dunkelblaue Meer und verbrachten den gesamten Tag bei Sonnenschein und etwa 30°C im Meer und am Strand. Den Sonnenuntergang kann man von dort aus leider nicht über dem Meer untergehen sehen, aber das machte dann auch nichts mehr :)




Um etwa 4 machten wir uns dann auf den Rückweg, und gingen Abends lecker Wraps und Eis essen, und genossen den letzten Abend quatschend und Die vorbeischlendernden Leute beobachten (die übrigens fast alle weiß= Europäer und US-Amerikaner waren..).

Dienstag genossen wir noch die Restzeit im Pool des Hostels, und fuhren um 2 p.m. mit dem Bus Richtung San José, während Lefke nach Hause nach Nicoya fuhr. Die Fahrt dauerte den gesamten restlichen Tag, und ich, die als letzte von uns aussteigen musste, war erst um 9 p.m. zu Hause...

Tut mir leid, dass der Post erst so spät kommt, aber unser Internet ist siet der letzten Woche miserabel und es hat Ewigkeiten gedauert die Fotos hochzuladen..

hasta pronto

Julia

P.S.: Mein Austausch dauert noch 14 Tage :o




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